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Lokales
11.03.2026
Hercule Poirot kommt nach Dudweiler
Das Dudweiler Statt-Theater führt den Klassiker „Mord im Orient-Express“ auf. Premiere ist an diesem Samstag.
Das Dudweiler Statt-Theater zeigt einen Krimi-Klassiker.
Foto: Stefan Bohlander
VON STEFAN BOHLANDER
DUDWEILERNiemand Geringeres als Hercule Poirot betritt in Kürze die Bühne, die in Dudweiler die Welt bedeutet. Der berühmte belgische Detektiv mit dem markanten Schnurrbart fährt auf der Rückreise von einem seiner Fälle von Istanbul nach Calais. Dann passiert der „Mord im Orientexpress“, als ein amerikanischer Geschäftsmann brutal umgebracht wird. Poirot vermutet Täter oder Täterin noch im Zug, der wegen eines Schneesturms in einer Schneewehe steckengeblieben und von der Außenwelt abgeschnitten ist. Poirot nimmt die Ermittlungen auf. „Eine gewisse überlegene Subtilität“ möchte Guido Aßenmacher der legendären Rolle aus Agatha Christies Krimiklassiker verleihen, wie er während einer Probe des Dudweiler Statt-Theaters erzählt. Vorsicht und Hirnschmalz sind auch bitter nötig, denn fast jeder der mysteriösen Passagiere hatte ein Motiv, den Mord zu begehen. Bei der Befragung durch Poirot verstricken diese sich immer tiefer in ein Netz aus Lügen und Intrigen.
Sonja Schuler ist als Regisseurin nicht nur verantwortlich dafür, dass auf der Bühne alle Puzzlestücke zusammenpassen, sondern legt auch im Hintergrund mächtig Hand an. Noch vor dem Pressebesuch in der Kreuzkirche im Dudweiler Ortsteil Herren- sohr streicht die Vorsitzende des Statt-Theaters einige Teile der Kulisse. „Das bringt mich runter“, sagt sie lächelnd. Dann machte sie sich noch Gedanken darüber, wie die einzelnen Teile später im Bürgerhaus Dudweiler wirken, wo die vier Vorführungen stattfinden, die bislang terminiert sind. Im Bürgerhaus selbst, das im Eigentum der Stadt Saarbrücken ist, gebe es keine geeigneten Probenräume. Und die zum Probenbesuch noch nicht ganz fertigen Elemente versprechen einen kurzweiligen Ausflug in das Schneegestöber durch den Osten des ehemaligen Jugoslawiens zwischen Vinkovci und Brod
Ob nun der Mörder ein geheimnisvoller weiterer Schaffner ist oder einer der weiteren Fahrgäste, oder ob das Statt-Theater etwas an der Auflösung verändert hat, erlebt man bei den Vorstellungen am besten selbst.
Premiere ist an diesem Samstag, 14. März. Doch wieso wurde eigentlich dieser Klassiker ausgewählt? Sonja Schuler erklärt, dass der „Orientexpress“ die 43. Produktion ist. Zwischen Klassikern von Goethe und Brecht, Kindervorstellungen, Moritaten aller Art und Musicalaufführungen habe eines gefehlt: „Wir hatten noch nie einen richtigen Krimi gespielt“, sagt sie, die von Anfang an dem Statt-Theater die Treue hält. Da passt „Mord im Orientexpress“ gut rein, denn das Stück bietet nicht nur die Möglichkeit, einige Charaktere exzentrisch auftreten zu lassen, sondern auch, ein tolles Bühnenbild zu entwerfen, sowie bei den Kostümen aus dem Vollen zu schöpfen. Und so ernten die Darstellerinnen und Darsteller ebenso großes Lob für ihre Uniformen oder Kleider, wie sie es auch selbst verteilen. Generell ist die Stimmung am Probenort in der Kreuzkirche sehr gut. Julia Conrad als Mary Debenham beispielsweise wird zwar in den Arm geschossen, schafft es aber dennoch lachend, einen Stuhl herbeizuholen – es war ja auch nur ein Theater-Schuss.
Vorstellungen sind am Samstag, 14. März, 19.30 Uhr, Sonntag, 15. März, 18.30 Uhr, Samstag, 21. März, 19.30 Uhr, und Sonntag, 22. März, 18.30 Uhr; Karten gibt es für 16/zwölf Euro im Vorverkauf bei Foto Kiefer, Sulzbachtalstraße 124, Saarbrücken, Telefon (0 68 97) 7 23 48, bei Ticket Regional (www.ticket-regional.de) und an der Abendkasse.
